Volkstrauertag

15. November 2021 : Volkstrauertag in der Gemeinde Mariaposching im kleinen, feierlichen Rahmen.

Mariaposching. Wegen der hohen Corona – Inzidenzzahlen wurde der Volkstrauertag auch in diesem Jahr im kleinen Rahmen durchgeführt. Statt der sonst üblichen Vereinsabordnungen  nahmen nur die Vorsitzenden und deren Stellvertreter am Gottesdienst in der Pfarrkirche Mariä Geburt teil. Pfarrer Franz Wiesner der die hl. Messe zelebrierte griff in der Predigt das Tagesevangelium auf, das die Worte „in jenen Tagen, wird sich die Sonne verfinstern, und der Mond wird nicht mehr scheinen“ beinhaltet. Viele Menschen so Wiesner hören in diesem Evangelium nur diese schrecklichen Worte, die wichtigste Botschaft dieses Textes ist jedoch der Abschnitt „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen“. Jesus will uns damit sagen dass wir auf ihn Vertrauen können und wir mit Mut und Hoffnung unser Leben im Glauben meistern können. Am Schluss des Gottesdienst, der musikalisch von den Frauenstimmen des Kirchchores unter der Leitung von Christoph Liebl mit Gotteslobliedern umrahmt wurde, erinnerte Bürgermeister Martin Englmeier an die vielen Millionen Toten, die von verantwortungs- und gewissenlosen Führern in Kriege und damit in den Tod geschickt wurden. Hinter dieser hohen Zahl so Englmeier stecken grauenvolle Schicksale, egal welcher Nationalität, welchen Glaubens oder welcher ethnischen Gruppe die getöteten angehörten, sie alle waren Väter, Mütter, Kinder, Brüder oder Schwestern, sie alle wurden geliebt, geachtet und wollten Leben. Ein unmenschliches Regime brachten ihnen aber Tot, Schrecken und Schmerzen und zerstörte ihre Leben. Aus diesen Erfahrungen sollte die Menschheit lernen so der Bürgermeister, die Gewalttaten und Kriege in vielen Teilen der Welt zeigen uns aber deutlich, dass dies nicht der Fall ist. Krieg, Gewalt und Unterdrückung herrschen in zu vielen Fällen und zwingen hunderttausende von Menschen dazu ihre Heimat zu verlassen, Leid und Schmerzen sind wieder an der Tagesordnung. Die Anstrengungen und Bestrebungen von Politik und Gesellschaft müssen sich auch und gerade in unsere Zeit darauf richten, dass Menschenrechte respektiert und umgesetzt werden. Unsere Botschaft muss darum heißen: Nie wieder Gewalt, nie wieder Krieg“. Zum Schluss seiner Ausführungen dankte Englmeier den  Vereinsvorsitzenden für die Teilnahme an der Gedenkfeier und Pfarrer Wiesner für die Gestaltung de Gottesdienstes. Nach einem Gebet für die verstorbenen, vermissten und gefallenen Kriegsteilnehmer, gingen die drei Bürgermeister, die Vereinsvorsitzenden und Pfarrer Wieser zum Kriegerehrenmal und legten dort einen Kranz zur Erinnerung an die Opfer der Kriege nieder.

Bild 9887: Der Vertreter des Krieger- und Soldatenbundes Wagner, die zweite Bürgermeisterin Edinger und Bürgermeister Englmeier nach der Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal.
Bild 9881: Bürgermeister Martin Englmeier und Pfarrer Franz Wiesner beim Festakt während des Gottesdienstes.