Jagdversammlung Mariaposching

03. Mai 2022 : Hundekot verärgert Landwirte, freilaufende Hunde die Jagdpächter, Biber und Graugänse verursachen Schäden auf Ackerflächen, Andreas Kerbl zum Jagdvorsteher gewählt.
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Mariaposching. Am Freitag trafen sich Jagdgenossen und Jagdpächter der beiden Gemeindejagden im Gasthaus Schöfer in Hundldorf zur Jahresversammlung. Da im letzten Jahr keine Versammlung stattfinden konnte und die Vorstandswahlen entfielen, wurde Bürgermeister Martin Englmeier durch das Landratsamt zum Notvorstand der Jagdgenossenschaft bestimmt. Nach der Eröffnung der Versammlung durch den Bürgermeister und dem obligatorischen Abendessen, einem Rehragout das von Jäger Albert Dunst gespendet wurde, trug Kassier Willi Rauschendorfer vor. Der Kassenstand wurde gegenüber dem Vorjahr erhöht und bildet eine solide Basis um die Aufgaben der Genossenschaft zu meistern. Die Rechnungsprüfer bestätigten dann eine ordentliche Kassenführung. Anschließend überreichte Bürgermeister Englmeier an Willi Rauschendorfer der seit 40 Jahren das Amt des Schriftführers und seit 25 Jahren das Amt des Kassiers bekleidet ein Präsent und dankte ihm für dieses Engagement. Die Wahl der neuen Vorstandschaft ergab folgendes Ergebnis: Jagdvorsteher wurde Andreas Kerbl, sein Stellvertreter ist Karl Stadler, als Beisitzer wurden Michael Bayerl und Franz Neppl gewählt. Schriftführer und Kassier ist wieder Willi Rauschendorfer, als Rechnungsprüfer wurden Johann Bayerl und Hans-Jürgen Penzkofer bestimmt. Nach der Wahl schlug Jagdvorsteher Kerbl vor, die Entnahme aus dem Jagdpachtschilling für den Kauf von Kies zur Wegeverbesserung von derzeit 7,- € pro Hektar auf nunmehr 8,- € zu heben. Die Jagdgenossen stimmten dem zu. Die Ausgabe der Kiesgutscheine findet am Mittwoch 18. Mai im Gasthaus Schöfer in Hundldorf und am Donnerstag 19. Mai im Gasthaus Rauschendorfer in Breitenhausen jeweils ab 19:00 Uhr statt. Angesprochen wurden dann die Schäden die durch Wildgänse und Biber entstehen. Obwohl die Gänse bejagt werden dürfen, gestaltet sich deren Bejagung als schwierig, da die Jäger immer wieder von Spaziergängern behindert oder sogar angefeindet werden. Auch die Schäden auf Äckern und Wiesen die von Bibern verursacht werden sind nach wie vor hoch. Die Jagdpächter der beiden Reviere trugen dann unisono vor, dass im Vorjahr keine Treibjagenden durchgeführt werden konnten und die Zahl der Wildunfälle auf einem hohen Niveau blieb. Festgestellt wurde auch, dass besonders im Bereich der Donau die Zahl der Spaziergänger mit Hunden jährlich zunimmt und durch die Hunde das Wild aufgescheucht und die Ausübung der Jagd gestört wird. Die Anleinpflicht die in diesem Bereich herrscht findet keinerlei Beachtung. Besonders Spaziergänger aus den Bereichen Deggendorf und Regen nutzen die Donauauen und die anliegenden Felder als Freilaufgelände für ihre Hunde, stellen zudem ihre Pkw auf Feldwegen ab und behindern damit deren Nutzung. Einige Landwirte wiesen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die „Hinterlassenschaften“ der Hunde in den Wiesen nicht nur eine deutliche Verschlechterung der Futterqualität mit sich bringt, sondern damit auch eine Gefahr für die Gesundheit der Tiere die das verunreinigte Gras fressen einhergeht. Bürgermeister Englmeier wies auf die dort herrschende Anleinpflicht für Hunde hin und lässt die Aufstellung weiterer Hinweisschilder prüfen. Zum Schutz der Rehkitze die in den kommenden Wochen zur Welt kommen, bat die Jägerschaft darum, dass sie durch die Landwirte vor Beginn der Mäharbeiten unterrichtet werden. Die Jäger wollen durch das Anbringen von Flatterbändern einen Tag vor dem mähen Rehe aus den betroffenen Wiesen vertreiben. Jagdvorsteher Andreas Kerbl bat in diesem Zusammenhang darum, dass die Jagdgenossen und die Jägerschaft zusammen arbeiten sollen um den Wildbestand sondern auch und die Umwelt zu schützen. Dann beendete er die Versammlung gegen 21:00 Uhr.     

Bild Jagdgenossenschaft Mariaposching von links: Rechnungsprüfer Hans-Jürgen Penzkofer, Beisitzer Franz Neppl, Rechnungsprüfer Johann Bayerl, Kassier und Schriftführer Willi Rauschendorfer, Stellv. Jagdvorsteher Karl Stadler, Jagdvorsteher Andreas Kerbl, Beisitzer Michael Bayerl und Bürgermeister Martin Englmeier