Erweiterung des Gewerbegebietes in Mariaposching scheint bei Einhaltung von Auflagen möglich.

Mariaposching.  Am Dienstag trafen sich Landrat Josef Laumer, Vertreter der Regierung von Niederbayern, des Landratsamtes, des Wasserwirtschaftsamtes sowie die Bürgermeister Johann Tremmel und Josef Bauer im Poschinger Gewerbegebiet um über die Erweiterung des Gewerbegebietes zu sprechen. Auch die Firmen WELO und DOMA, die beide in dem Bereich angesiedelt sind, sowie das Planungsbüro Eska nahmen an der Besprechung teil. Bürgermeister Johann Tremmel begrüßte die Teilnehmer und trug anschließend die Probleme, die bei der Erweiterung des Gewerbegebietes bestehen. Beide Firmen wollen ihre Betriebe erweitern,  da jedoch die Fläche des Gewerbegebiets im eingedeichten Gebiet liegt gab es Bedenken zur Genehmigung der Bauvorhaben.  Bei dem Ortstermin konnten jetzt Lösungen gefunden werden. Die Vertreter der Regierung von Niederbayern, der Leitende Baudirektor Rolf-Peter Klar und Baurat Florian Plajer wiesen auf ein Schriftstück aus dem Bayerischen Staatsministerium des Innern, für
Bau und Verkehr hin, wonach unter Einhaltung der Auflagen des WHG die Erweiterung des Gewerbegebietes möglich ist. Die Gemeinde und die bauwilligen Betriebe müssen eine Bauleitplanung erstellen in der dargelegt wird, wie die Vorgaben des Wasserhaushaltsgesetzes in Sachen Hochwasserschutz bzw. Schadensminderung im Hochwasserfall eingehalten werden sollen.
Das Landratsamt Straubing Bogen hier die Abteilungsleiterin Birgit Fischer-Rentel und Sachgebietsleiter Hans Mühlbauer würden diese Planung anschließend prüfen und die Gemeinde bei der Einhaltung der Vorgaben  des WHG beraten. Die Erweiterung des Gewerbegebietes könnte  so ermöglicht werden. Auch Leitende Baudirektor Rolf-Peter Klar sagte bei der Lösung Unterstützung  zu. Bei der Frage der Wohnbebauung konnte vor Ort keine abschließende Lösung gefunden werden. Hier sind weitere Gespräche mit dem Umweltministerium erforderlich. Landrat Josef Laumer sagte dabei seine Unterstützung zu. Die besondere Lage von Mariaposching muss Beachtung finden. Die Gemeinde liegt zu 99 % im Polder Sulzbach und somit im eingedeichten Gebiet, nach den Vorgaben des Wasserhaushaltsgesetzes ist nur eine sehr eingeschränkte Bebauung möglich. Ein Stillstand bei der Bautätigkeit würde jedoch die Entwicklungsmöglichkeiten der Gemeinde empfindlich stören oder gar zum erliegen bringen. Das ist nicht im Sinne des Landratsamtes, so Laumer. Die Besprechungsteilnehmer waren sich nach intensiven Diskussionen einig, dass hier eine Lösung auf höchster politischer Ebene gefunden werden soll.

Bild Gewerbegebiet
Landrat Josef Laumer,  Bürgermeister Tremmel, der Leitende Baudirektor Rolf-Peter Klar, Sabine und Johann Wenninger, sowie Bernd und Christian Sakreida, die Abordnung des Landratsamtes und der Regierung von Niederbayern und der Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes Sachbearbeiter Dorfner während des Ortstermins in Mariaposching